| Datum | Veranstaltung |
|---|---|
| 29.07.2010 | Sommerfest der FDP Chemnitz in Chemnitz |
| 29.07.2010 | Sommertour der FDP-Landtagsfraktion in Eilenburg in Eilenburg |
| 30.07.2010 | Sommertour der FDP-Landtagsfraktion in Radeberg in Radeberg |
| 30.07.2010 | Sommertour der FDP-Landtagsfraktion in Radebeul in Radebeul |
| 31.07.2010 | Sommertour der FDP-Landtagsfraktion in Dresden in Dresden |
FDP Sachsen
Kto.: 5363601
BLZ.: 870 700 24
Deutsche Bank
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"Meine Karriere spielt keine Rolle"Warum FDP-Chef Holger Zastrow (40) nach der Wahl nicht um jeden Preis regieren will.
Wenn er sich wünschen könnte, wie der Montag nach der Wahl beginnt, beschreibt Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow (40) das so: „Zeitungen, Radio und Fernsehen melden, dass wir die SPD geschlagen haben. Mit 14 gegen 13%."
Doch bis dahin vergehen noch zwei harte Tage Wahlkampf, bevor am Sonntag die Sachsen mit ihrer Stimme entscheiden, wie gut Zastrow abschneidet. Denn dass er es voraussichtlich tun wird, orakeln die Wahlprognosen.
Die „Sächsische Zeitung" und der MDR sahen seine liberale Partei schon in einer Umfrage bei 12% (12.08.2008, Quelle: Infratest dimap). Das wäre mehr als eine Verdopplung des Ergebnisses von 2004. Damals schaffte Zastrow mit 5,9% erstmals den Sprung in den Landtag.
BILD traf den Inhaber einer Dresdner Werbeagentur zur Mittagspause (Bratwurst mit Sauerkraut und Limo) im Biergarten bei der Semperoper.
Das Sakko hat er bei der Hitze nicht an, die Ärmel seines linierten Hemdes sind hochgekrempelt. Ein Pausengespräch mit dem Zwei-Meter-Mann...
...über politische Ziele.
• Zastrow: „Dass wir schnell eine Regierung mit der CDU bilden. Ein Signal für die Bundestagswahl am 27. September." Dort will die CDU ebenfalls die SPD als Koalitionspartner gegen die FDP eintauschen. Zastrow: „Wir regieren aber nicht um jeden Preis, wollen unbedingt längeres gemeinsames Lernen in den Schulen. Da muss die CDU durch!"
...über Karriere nach der Wahl.
• Zastrow selbst ist unschlüssig, ob er Minister wird - ein Thema, über das er nicht gern spricht: „Warten wir ab, wie die Wahl ausgeht. Es geht nicht um meine Karriere. Ich bin der einzige Spitzenkandidat größerer Parteien, der kein Berufspolitiker ist. Das macht mich unabhängig, darauf bin ich stolz."
...über den bisherigen Wahlkampf 2009.
• Zastrow: „50 000 Plakate aufgehängt, 500 000 Zeitungen verteilt, 500 000 Euro ausgegeben, die Landtagswahlkasse ist leer. Ich habe über ein Dutzend Reden gehalten, weiß wegen der vielen Termine manchmal nicht: Wo warst du gestern, wo bist du morgen."
...über Sachsens Zukunft.
• Zastrow: „Wir wollen als Sachsen in Deutschland wieder eine Rolle spielen. Ich bin sächsischer Patriot! Wir waren immer ein führendes Land der Erfinder, der Architekten, unsere Industrie eine der erfolgreichsten in Deutschland. Da wollen wir wieder hin."
Warum werben Sie dann nicht wie andere Kandidaten mit ihrer Herkunft?
Zastrow wiegelt ab: „Mich selbst auf Plakaten als ‚echter Sachse‘ oder ‚Sachse‘ abzubilden, ist mir zu doof. Jeder weiß, dass ich leidenschaftlicher Dresdner bin."
Von A. Harlass und Chr. Fischer
(Quelle: www.bild.de)